Die Südtiroler Gewerkschaftsbünde – Le Confederazioni sindacali dell‘Alto Adige

Das Abkommen zum Sozialsystem vom 23. Juli 2007

Die gesamtstaatlichen Gewerkschaftsbünde haben mit der Regierung Prodi ein Abkommen zu wichtigen Neuerungen im Sozialsystem Italiens getroffen. Dieses betrifft die Bereiche Renten, Arbeitsmarkt, soziale Absicherung, Maßnahmen für Jugendliche sowie die nachhaltige Entwicklung.

Nachfolgend die wichtigsten Punkte des Abkommens vom 23. Juli 2007:

RentnerInnen

Sozialmaßnahmen

Beschäftigte

Jugendliche

Arbeitsmarkt


Das Abkommen vom 23. Juli 2007 ist für CGIL/AGB, SGBCISL, SGK-UIL und ASGB eine positive Vereinbarung und ein sozialpartnerschaftlicher Erfolg. Die Gewerkschaften konnten im Sinne einer generationsübergreifenden, sozialen Gerechtigkeit über den Verhandlungsweg zahlreiche Rechte und Schutzmaßnahmen für eine breite Bevölkerungsschicht erreichen. Eine größere Flexibilisierung des Rentenanspruchs und ein höheres Gewicht der Beitragsjahre gegenüber dem Alter oder andere Maßnahmen für eine freiere Entscheidung des Rentenantritts waren leider nicht durchzusetzen.

Hervorzuheben sind die Maßnahmen zugunsten einer besseren Rentenabsicherung für Jugendliche, ein erster Schritt für die Überarbeitung der atypischen Arbeitsformen aus dem Gesetz Nr. 30/2003, eine Förderung der zweiten Verhandlungsebene sowie die Erhöhungen der kleinen und mittleren Renten.

Trotz schlechter finanzieller Rahmenbedingungen konnte mit der Regierung eine ausgewogene und gerechtere Rentenreform mit abgestuftem und flexibleren Rentenantritt vereinbart werden. Insbesondere konnte die drohende sprunghafte Erhöhung des Renteneintrittsalters („scalone“) vermieden und gegenfinanziert werden, ohne die zukünftigen Generationen zu belasten.

Während etwa die Erhöhung der Mindestrenten durch das Dekret über die Steuermehreinnahmen bereits enthalten ist, muss die Rentenreform im Herbst 2007 erst noch durch die Parlamentsinstanzen.


Wir rufen alle ArbeitnehmerInnen und RentnerInnen auf sich für das Abkommen mit der Regierung auszusprechen, denn es beinhaltet Verbesserungen und stärkt den sozialen Dialog zwischen Regierung und Gewerkschaft.

Bozen, am 10.9.2007